Der grosse Coup
28. Juni bis 11. August 2019

Schlossspiele Jegenstorf

Seit 15 Jahren – Sommertheater im Park

Für die Region Bern–Solothurn bieten die Schlossspiele Jegenstorf seit 15 Jahren spannende und zugleich höchst unterhaltsame Theaterstücke unter freiem Himmel – immer mit Bezug zum speziellen Spielort. So wurde das Schloss Jegenstorf schon zum Sitz des Vampirfürsten in «Tanz der Vampire», zur Unterkunft für Napoleons Soldaten in «Dr Franzos» oder «Houpme Lombach» oder zum Geburtstagsfestplatz des Berner Patriziats in «Ds verlorne Lied». Das Badhaus unter den imposanten Bäumen war transylvanisches Dorf («Tanz der Vampire), Spielplatz der Kinderbanden in «Die wilden Hühner» oder Treffpunkt der Aufständischen gegen die Helvetische Republik («Houpme Lombach»). Und 2014 wurde das Schloss Jegenstorf zum Stammsitz einer der bekanntesten Berner Edelvesten (Adligen) und 2016 zum Kommandoposten des letzten Generals der Schweiz.

Das Schloss Jegenstorf ist ideal gelegen. Sowohl von Bern als auch von Solothurn ist seine Parkanlage gut erreichbar und befindet sich nur wenige Schritte vom Bahnhof Jegenstorf entfernt. Der wundervolle Schlosspark mit den jahrhundertealten Bäumen lädt zum Verweilen ein und das Schloss im Barockstil gibt jeweils eine ideale Kulisse für Freilichtspiele in «historischem» Gewand ab. Geniessen Sie vor den Vorstellungen den Spaziergang durch den Park, bewundern Sie die uralten Apfelbäume oder besuchen Sie die Ausstellungen im Schloss. – Oder lassen Sie sich im Zelt neben der Zuschauertribüne kulinarisch verwöhnen.

Der Spielort – das Schloss

Von der Wasserburg zum Barockschloss

Die Geschichte von Schloss Jegenstorf reicht weit ins Mittelalter zurück. Die einstige Wasserburg mit legendärem Baudatum 1111 war im 12. Jahrhundert samt Herrschaftsrechten im Besitz der Herren von Jegistorf, Gefolgsleuten der Zähringer. Der Bergfried im Zentrum der Anlage ist ein markanter Zeuge aus dieser Zeit. Auf sie folgten die Familien von Erlach, von Bonstetten und von Wattenwyl.

1720 baute Albrecht Friedrich von Erlach die veraltete Burganlage zu einem eleganten, repräsentativen Barocklandsitz mit Parkanlage um. Von 1758 bis 1934 gehörte das Schloss der Familie von Stürler. Johann Rudolf Stürler war Schlossbesitzer während des Franzoseneinfalls 1798, als das Schloss besetzt worden ist. Arthur von Stürler, der letzte private Schlossbesitzer, liess das Schloss zwischen 1912 und 1916 im Innern im Stil des 18. Jahrhunderts renovieren.

Seit 1936 im Besitz des Vereins Schloss Jegenstorf und als Museum öffentlich zugänglich, wehte der Hauch der Geschichte weiter durchs Schloss: Ende des Zweiten Weltkriegs war es General Guisans Kommandoposten, 1954 Kaiserresidenz für den hohen äthiopischen Staatsgast Haile Selassie. Im Folgejahr ging das Schloss in den Besitz der neu gegründeten Stiftung Schloss Jegenstorf über.

Vom Glanz vergangener Epochen zeugen im Schlossmuseum elegante Interieurs mit bürgerlichen und patrizischen Einrichtungsgegenständen aus dem Raum der alten Stadt und Republik Bern. Zu entdecken gibt es die schweizweit umfangreichste Ausstellung barocker Prunkkachelöfen, die grösste Sammlung bernischer Porträts sowie Edelmobiliar der bedeutenden Berner Ebenistenwerkstätten Funk, Hopfengärtner und Aebersold. Neben Sonderausstellungen bietet Schloss Jegenstorf eine Vielfalt an öffentlichen Veranstaltungen und Angeboten für Erwachsene und Kinder. Öffnungszeiten und weitere Informationen: www.schloss-jegenstorf.ch

Sonderangebot bis zum 13. Oktober 2019 (Saisonende): Theaterbesucher können gegen Vorweisen des Theatertickets zu einem reduzierten Preis (Erwachsene CHF 8.– statt CHF 10.–, Kinder bis 16 Jahre gratis statt CHF 3.–) das Schloss und dessen Ausstellungen besuchen.

Geschichte

2016
«Der General» – 1944 wird das Schloss Jegenstorf zum Kommandoposten des Generals und seines Stabes. Doch plötzlich geht es nicht nur um Militärisches.
2014
«Madame de» – ein Stück nach Motiven aus dem Leben einer berühmt-berüchtigten Berner Patrizierin. In ihrem Schloss wird nicht nur der traditionelle Concours Hippique vorbereitet, es ereignen sich auch merkwürdige Dinge.
2012
«Houpme Lombach» – Die Besetzung Berns durch die Franzosen lieferte Rudolf von Tavel 1903 den Hintergrund für diese berndeutsche Novelle, bei der einige bedeutungsvolle Episoden im Schloss Jegenstorf oder dessen Umgebung spielen.
2010
«Ds verlorne Lied» – 1740 bewegt nicht die grosse Weltpolitik die Menschen im Schloss, sondern die Nuancen und Querelen der zwischenmenschlichen Beziehungen: Ist die leidenschaftliche Liaison des ältesten Senno-Sohnes wirklich so unerschütterlich und was beabsichtigt seine Geliebte?
2008
«Die wilden Hühner – Fuchsalarm» – Die wilden Hühner sind in Aufregung: Sprotte hat Fuchsalarm gegeben! Die Geschichte von Cornelia Funke bildete die Vorlage für das Kinderstück beim Badhaus des Schlosses Jegenstorf.
2006
«Dr Franzos» – Eine närrisch verzwickte Räubergeschichte aus der Zeit Napoleons in Bern. Im Schloss Jegenstorf.
2004
«Tanz der Vampire» – Die weltberühmte Horrorkomödie von Roman Polanski bildete die Grundlage für die allerersten Schlossspiele Jegenstorf.
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