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Freilichttheater 2. Juli bis 13. August 2016

Das Schloss

Von der Wasserburg zum Barockschloss

Das Todesjahr Bertholds II. von Zähringen (1111) wird als Datum der Erbauung der ursprünglichen Wasserburg genannt. Im 12. Jahrhundert besassen die Herren von Jegistorf, Gefolgsleute der Zähringer, diese Herrschaft. Später gingen Teile davon in den Besitz der Familien Buwli, von Erlach, Frieso, Gloggner, von Schwanden, Spilmann, von Torberg und Zigerli über.

1720 wurde die ursprüngliche Burg für Albrecht Friedrich von Erlach in einen barocken Landsitz umgebaut. Von 1758 bis 1934 gehörte das Schloss der Familie von Stürler. 1913 bis 1916 wurde es gründlich renoviert. 1936 erwarb der Verein zu Erhaltung des Schlosses Jegenstorf das Anwesen, um es als Baudenkmal und Museum dem bernischen Volk zu erhalten.

Das Schloss Jegenstorf war vom Herbst 1944 bis zum Sommer 1945 der Sitz des Oberbefehlshabers der Schweizer Armee im Zweiten Weltkrieg, General Guisan. 1955 gründete der Verein die Stiftung Schloss Jegenstorf, die seither Besitzerin der Domäne ist.

Schlossspiele Jegenstorf

Für die Region Bern–Solothurn bieten die Schlossspiele Jegenstorf seit 12 Jahren spannende und zugleich höchst unterhaltsame Theaterstücke unter freiem Himmel – immer mit Bezug zum speziellen Spielort. So wurde das Schloss Jegenstorf schon zum Sitz des Vampirfürsten in «Tanz der Vampire», zur Unterkunft für Napoleons Soldaten in «Dr Franzos» oder «Houpme Lombach» oder zum Geburtstagsfestplatz des Berner Patriziats in «Ds verlorne Lied». Das Badhaus unter den imposanten Bäumen war transylvanisches Dorf («Tanz der Vampire), Spielplatz der Kinderbanden in «Die wilden Hühner» oder Treffpunkt der Aufständischen gegen die Helvetische Republik («Houpme Lombach»). Und 2014 wurde das Schloss Jegenstorf zum Stammsitz einer der bekanntesten Berner Edelvesten (Adligen).

Das Schloss Jegenstorf ist ideal gelegen. Sowohl von Bern als auch von Solothurn ist seine Parkanlage gut erreichbar und befindet sich nur wenige Schritte vom Bahnhof Jegenstorf entfernt. Der wundervolle Schlosspark mit den jahrhundertealten Bäumen lädt zum Verweilen ein und das Schloss im Barockstil gibt jeweils eine ideale Kulisse für Freilichtspiele in «historischem» Gewand ab. Geniessen Sie vor den Vorstellungen den Spaziergang durch den Park, bewundern Sie die uralten Apfelbäume oder besuchen Sie die Ausstellungen im Schloss. – Oder lassen Sie sich im Zelt neben der Zuschauertribüne kulinarisch verwöhnen.

Geschichte

2016
«Der General» – 1944 wird das Schloss Jegenstorf zum Kommandoposten des Generals und seines Stabes. Doch plötzlich geht es nicht nur um Militärisches.
2014
«Madame de» – ein Stück nach Motiven aus dem Leben einer berühmt-berüchtigten Berner Patrizierin. In ihrem Schloss wird nicht nur der traditionelle Concours Hippique vorbereitet, es ereignen sich auch merkwürdige Dinge.
2012
«Houpme Lombach» – Die Besetzung Berns durch die Franzosen lieferte Rudolf von Tavel 1903 den Hintergrund für diese berndeutsche Novelle, bei der einige bedeutungsvolle Episoden im Schloss Jegenstorf oder dessen Umgebung spielen.
2010
«Ds verlorne Lied» – 1740 bewegt nicht die grosse Weltpolitik die Menschen im Schloss, sondern die Nuancen und Querelen der zwischenmenschlichen Beziehungen: Ist die leidenschaftliche Liaison des ältesten Senno-Sohnes wirklich so unerschütterlich und was beabsichtigt seine Geliebte?
2008
«Die wilden Hühner – Fuchsalarm» – Die wilden Hühner sind in Aufregung: Sprotte hat Fuchsalarm gegeben! Die Geschichte von Cornelia Funke bildete die Vorlage für das Kinderstück beim Badhaus des Schlosses Jegenstorf.
2006
«Dr Franzos» – Eine närrisch verzwickte Räubergeschichte aus der Zeit Napoleons in Bern. Im Schloss Jegenstorf.
2004
«Tanz der Vampire» – Die weltberühmte Horrorkomödie von Roman Polanski bildete die Grundlage für die allerersten Schlossspiele Jegenstorf.
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